Willkommen bei der Naturlandstiftung-Hessen e.V.


„Entgiftung“ durch die Naturlandstiftung

Der Arbeitskreis Kreuzkraut e.V.  nennt ca.  25 definierte Arten von Kreuzkraut.  Alle sind mehr oder weniger stark giftig.

In einer Ernteaktion der Naturlandstiftung am 18.08.17 sollte diesmal gezielt das sog. Jakobskreuzkraut  (JKK) auf Wiesen  der Ober-Röder Gemarkung  eingesammelt und entsorgt werden.

Angeleitet vom ersten Vorsitzenden der Naturlandstiftung,  Helmut Otto sowie dem Vorstandsmitglied und Jagdausübungsberechtigten des Reviers in Oberroden, Michael Bittner, waren insgesamt 11 Helfer  – ausgestattet  mit Grabgabel und Handschuhen --  bei Regenwetter fleißig.  Sie haben auf zwei Wiesen tatkräftig das giftige Jakobskreuzkraut (JKK) entfernt.  Hier galt es darauf zu achten, dass die Wurzel ebenfalls ausgerissen  und das ähnlich aussehende Johanniskraut sowie der gelbe Rainfarn verschont wurden.  

Vielen Dank an Michael Bittner  für die geleisteten  Vor- und Nacharbeiten. Er  wird noch in Plastiksäcken die gesammelten Pflanzen gesondert entsorgen lassen.  

Der regennasse Boden erleichterte die Sammelaktion. Alle waren wohlgelaunt bei dieser wichtigen  Maßnahme, zumal auch immer  Zeit war für fachlichen Austausch  und Plauderei. 

Die Naturlandstiftung  dankt allen Helferinnen und Helfern für die geleistete Arbeit.  Beteiligt waren: Helmut Otto, Michael Bittner, Wolfgang Schnell, Thorsten Klee, Tanja Hofmann, Frank Hofmann, Ewald Käsemann, Adam Schrod, Frank Renneke, Simone Zöller und Richard Wurzel. 


Hintergrund des notwendigen Eingriffs:

Im Jakobskreuzkraut  sind sog. Pyrrolizidin-Alkaloide, die stark leberschädigend, krebserregend und auch embryonen- und erbgutschädigend wirken können.

Sowohl die Tiergesundheit  (nicht nur  bei  Pferden und Rindern, auch bei  gras- und insektenfressenden Vögeln) als auch die menschliche Gesundheit sind gefährdet, wenn die toxisch wirkenden Pflanzen in den Futter-  bzw. Nahrungsmittelkreislauf gelangen.  Das Gift wirkt ebenso bei konserviertem Futter wie Heu, Silage  …etc. Selbst in Bienenhonig und Milch sind diese Gifte in geringen Spuren nachgewiesen worden.

Die stark zunehmende Verbreitung von Kreuzkräutern erfolgte grundsätzlich aus Unkenntnis über die toxische Wirkungsweise, fehlerhafte Informationen oder durch nicht ernst genommene Warnungen.

Es gilt, eine Samenbildung und – verteilung  auf und  angrenzenden  Futtermittelgewinnungsflächen zu verhindern.  Auch bei kreuzkrautfreien Wiesen ist  ein Befall durch Samenflug von Straßenbegleitgrün, stillgelegten Flächen, unbewirtschafteten  Gewerbeflächen wahrscheinlich. 

Beispielsweise sind Gräser die Hauptkonkurrenzpflanzen und lassen Kreuzkräutern wenig Chancen.  Deshalb  ist eine nachhaltige Weidepflege die beste Voraussetzung für eine kreuzkrautfreie Weide.

 (Quelle: Arbeitskreis Kreuzkraut e.V.)

Nähere Informationen sind u.a. zu finden unter  www.ak-kreuzkraut.de